Politische Parteien haben Fans, ganz klar. Aber sie haben auch Gegner oder gar Feinde. Mit diesen hat sich Michael Cattarius ganz explizit und weit über die Bundesgrenzen hinaus  beschäftigt.  Der Junior Analyst von 2HMforum. hat in seiner Masterarbeit an der Johannes Gutenberg-Universität die Feindschaftswahrnehmung in 27 Demokratien untersucht und wurde dafür mit der Note 1 belohnt.

Michael Cattarius, Analyst bei 2HMforum., hat sich in seiner Masterarbeit mit negativer emotionaler Bindung in der Politik auseinandergesetzt.

„Wir gratulieren Michael Cattarius zu dieser erfolgreichen Arbeit, aber natürlich auch zur Wahl seines Themas. Denn schließlich ist emotionale Bindung das Leitmotiv des Fan-Prinzips. Daher freue ich persönlich mich ganz besonders, dass ein junger Kollege sich so intensiv und tiefgründig mit Fans und Nicht-Fans, in diesem speziellen Fall also mit Gegnern in der Politik  auseinandergesetzt hat“, sagt Roman Becker, Entdecker des Fan-Prinzips, und Geschäftsführer von 2HMforum. Für beste Beziehungen.

Der 25-jährige Cattarius, ursprünglich aus dem Harz stammend und inzwischen in Mainz wohnhaft, ist schon lange Teil des 2HMforum.-Teams. Vier Jahre lang war er regelmäßig als Werkstudent für das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen tätig, seit Kurzem ist er als Junior Analyst fest angestellt. „Das Spannende als Student war für mich, dass ich hier Einblick in ganz unterschiedliche Branchen und Unternehmen mit ihren einzigartigen Herausforderungen und Lösungsansätzen erhalten habe. Und natürlich, dass ich das Fan-Prinzip mit seinen differenzierten Akteuren und seiner Betonung der emotionalen Bindung kennengelernt habe. Daraus sind Ideen auch für meine Masterarbeit entstanden“, sagt Cattarius rückblickend.

Der Titel der Masterarbeit: „Die negative Parteiidentifikation und die Polarisierung des Parteiensystems in 27 Demokratien.“ Die konkrete Forschungsfrage, die der Student der Politikwissenschaft im Studiengang „Empirische Demokratieforschung“ aufgestellt hat, ist komplex. Er wollte wissen: Hängt die negative emotionale Bindung, also das Feindschaftsgefühl, gegenüber einer Partei damit zusammen, ob es in diesem Land eine starke oder weniger starke Polarisierung des Parteiensystems gibt? Also: Wenn sich in Deutschland zum Beispiel SPD und CDU inhaltlich sehr nahestehen und der Wähler nur schwer zwischen diesen Parteien unterscheiden kann, sind dann die Feindschaftsgefühle schwächer als etwa in den USA, wo Republikaner und Demokraten einfacher voneinander abzugrenzen sind? Wie misst man überhaupt eine solche Feindschaftswahrnehmung? Ein spannendes Werk, sicherlich eine Veröffentlichung wert.

Politisch selbst aktiv ist Michael Cattarius nicht, jedoch wohltätig aktiv. Als Mitglied des Leo-Clubs Wiesbaden/Mainz-Kastel unterstützt er aktuell ein Integrationsprojekt: „Zusammen mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen machen wir alte Fahrräder wieder fit und schenken sie dann den Jugendlichen“, erzählt er begeistert.