Was ist der neueste Modetrend? Darüber diskutieren beim Fashion Day am 25. Januar in Düsseldorf Designer und Produktentwickler und allerhand Vertreter aus der Mode-, Textil- und Lifestylebranche.  Als Special Guest geladen: Anita Saathoff, Mitglied der forum!-Geschäftsleitung.

Sie spricht über Instagram, YouTube und Snapchat und Blogger und Influencer, die das Kaufverhalten bestimmter Zielgruppen immer stärker lenken – und warum dies gar keine Gefahr ist, wenn man sich nur an das Fan-Prinzip hält.

Frage: Frau Saathoff, was hat die Modewelt mit dem Fan-Prinzip zu tun? Hier geht es doch um Trends…

Saathoff:  Trends kommen und gehen. Die Fans aber bleiben. Das Fan-Prinzip zeigt ganz klar, dass die Entscheider in der Mode- und Textilbranche mit dem Wandel durch die digitalen Medien gelassen umgehen können. Weil sie intuitiv das Richtige tun werden, wenn sie dabei nicht auf „mehr-ist-mehr“ setzen, sondern sich auf die wesentlichen Punkte bei den Kundenbeziehungen konzentrieren.

Frage: Was sind denn die wesentlichen Punkte beim Fan-Prinzip?

Saathoff: Nun, für die meisten Unternehmenslenker ist ein Fan-Kunde ein Synonym für den hoch zufriedenen Kunden. Doch das reicht nicht aus. Echte Kunden-Fans sind nicht nur zufrieden, sie müssen auch eine emotionale Bindung zum Unternehmen, zur Marke, etc. haben. Als Beispiel nenne ich hier mal den Fußball-Fan: Ewige Treueschwüre gehören zum Repertoire jeder Fankurve. Gerade diese bedingungslose Loyalität ist natürlich das, was Fans als Kunden für Unternehmen interessant macht. Und schon diese Loyalität belegt: Fanbeziehungen basieren nicht auf Leistung. Fans bleiben Fans ― selbst wenn die Mannschaft in die dritte Liga absteigt. Fans erleben eine Passung. Und die führt zu emotionaler Bindung.

Frage: Wie sieht es aktuell mit der Kategorie „Fans“ in der Textilbranche aus?

Saathoff: Nicht gerade berauschend. Die Branchenstudie, die forum! jährlich durchführt, zeigt eine Fan-Quote von gerade einmal 14 Prozent in der Textilbranche. Hingegen gibt es aber B2B-Unternehmen, die durchaus in der Textilbranche Höhepunkte setzen: Ein Hersteller für Nadeln zum Beispiel, der auch als Deutschlands Kundenchampion ausgezeichnet wurde, schafft es auf eine Fan-Quote von 44 Prozent.

Frage: Wie geht das? Was ist das Geheimrezept?

Saathoff: Geheimrezept ist das falsche Wort. Wir sprechen von Fokussierung und Orchestrierung. Und von dem Herzblutfaktor Mitarbeiter. Denn gerade wenn die Mode-Branche ― und auch andere Branchen ― von dem enormen Wandel durch die „digitale Welt“ sprechen, dann sage ich: Es gibt keine digitalen Kundenbeziehungen. Hinter jedem digitalen Kontaktpunkt (ob das die Webseite ist, eine E-Mail, die Firmen-Facebook-Seite usw.) steht ein Mitarbeiter, der verstanden haben muss, wie er die Positionierung des Unternehmens an diesem Touchpoint für den Kunden erlebbar machen muss.

Wollen Sie noch mehr über das Fan-Prinzip wissen? Oder Anita Saathoff für einen Vortrag buchen? Dann sprechen Sie uns gerne an! Wir freuen uns auf Sie!